Gesellschaft der Schulärztinnen und Schulärzte Österreichs
GSÖ
Vorstand
Statuten
Mitgliedschaft

Kondylome (Feig- oder Genitalwarzen)

Verursacher: „low-risk-Stämme“ der humanen Papillomviren

Kondylome

Krankheitsanzeichen

Warzen an den Schamlippen, in der Scheide, am Penis oder auch am Darmausgang (Anus). Auch im Mundbereich möglich. Die Warzen treten anfangs einzeln auf, breiten sich dann weiter aus und ordnen sich als „blumenkohlartige“ Gebilde an.

Wie steckt man sich an?

  • Beim Sex (vaginal, oral, anal)
  • Achtung! Auch gegenseitiges Berühren im Intimbereich kann für eine Infektion mit HP-Viren schon ausreichen.

Behandlung

Die Warzen werden mit chemischen Substanzen entfernt, unter örtlicher Betäubung weggeschnitten oder elektrisch bzw. mit dem Laser entfernt. Eine ganz spezifische Therapie wie bei einer bakteriellen Infektion, einen sogenannten „Viruskiller“, gibt es nicht.

Gesundheitliche Folgen?

Da nur sichtbare Teile operativ entfernt werden können, kommen die Warzen häufig wieder und man wird sie oft nur sehr schwer wieder los. Auf das Sexualleben hat eine Infektion daher oft großen Einfluss und kann sehr belasten.

Der Schutz:

Kondom (schützt nur zum Teil!)

Intimer Hautkontakt reicht für eine Übertragung aus. Ein Kondom reduziert daher das Risiko, schützt aber nicht verlässlich.

Impfung gegen HPV

Eine Impfung gegen HPV kann auch Genitalwarzen in 9 von 10 Fällen verhindern. Die Impfung ist für Mädchen/Frauen von 9 bis 26 Jahren und für Burschen von 9 bis 15 Jahren möglich. (mehr Infos >>).