Impfung gegen HPV
Man kann sich mittlerweile durch eine Impfung vor einer Infektion mit humanen Papillomviren schützen. In Amerika, Kanada, Australien und nahezu allen westeuropäischen Ländern wird die Impfung mittlerweile für ganze Jahrgänge von Mädchen kostenlos zur Verfügung gestellt. In Österreich wird die Impfung leider bisher nicht vom Staat bezahlt. Es gibt derzeit zwei Impfstoffe. Beide schützen vor den Hochrisiko-HPV-Stämmen 16 und 18, die für rund 75% aller Gebärmutterhalskrebsfälle verantwortlich sind. Einer schützt zusätzlich noch vor den Niedrig- Risiko-Stämmen 6 und 11 und kann damit 90% aller Genitalwarzen bei Männern und Frauen verhindern.
Für wen?
Die Impfung wird derzeit für Mädchen und junge Frauen von 9-26 Jahren und für Burschen von 9-15 Jahren empfohlen. Die Impfung ist auch dann sinnvoll, wenn du schon sexuellen Kontakt hattest – kaum jemand trägt schon alle HPV-Stämme in sich, die die Impfung enthält – sie ist daher für jeden sinnvoll. Eine Impfung gegen HPV wirkt rein vorbeugend. Bestehende Veränderungen und Erkrankungen müssen wie bisher ärztlich beobachtet und behandelt werden.
HPV-Impfung: +/-
+Kann rund 75% aller Gebärmutterhalskrebsfälle verhindern. Einer der Impfstoffe verhindert zusätzlich auch 90% aller Genitalwarzen. Nur die Impfung kann eine Infektion wirklich von vornherein verhindern. Der Krebsabstrich/PAP-Abstrich kann nur die Folgen (Gewebeveränderungen/Krebsvorstufen) früh erkennen. Die HPV-Impfung kann damit auch einen Großteil der Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs verhindern. Die Impfung ist so sicher wie andere Impfungen auch und wird vom Österreichischen Impfplan offiziell empfohlen. Die Nebenwirkungen (Rötung und Schmerzen an der Einstichstelle, manchmal erhöhte Temperatur) sind gering. Gefahren bestehen für Dich keine! |
-Die Impfung kann Gebärmutterhalskrebs nicht zu 100% verhindern (sondern eben „nur“ zu 75%). Auch für Genitalwarzen gibt es weiterhin ein Restrisiko. Die Impfung ist in Österreich nicht kostenlos und kostet 190 EUR pro Teilimpfung (x3). Einzelne Bundesländer (Burgenland, NÖ) und Gemeinden bieten bisher Impfaktionen an. Es ist wegen des Restrisikos durch andere Stämme in jedem Fall auch nach einer Impfung nötig, ab 18 weiterhin jährlich zur Vorsorgeuntersuchung bei der Frauenärztin/ beim Frauenarzt zu gehen!!! Thema „Langzeitstudien“! Tatsache ist: Die Impfung gibt es erst seit 2006, die Studien laufen aber schon viele Jahre. Die Impfung wird in Österreich behördlich empfohlen und wurde weltweit bisher rund 40 Millionen Mal verabreicht. |









