Gesellschaft der Schulärztinnen und Schulärzte Österreichs
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Gebärmutterhalskrebs

Verursacher: „high-risk-Stämme“ der humanen Papillomviren

Gebärmutterhalskrebs

Krankheitsanzeichen

Bei HPV ist das ein bisschen tückisch: Wenn du dich mit Hochrisiko-HP-Viren ansteckst, merkst du gar nichts und hast auch keinerlei Beschwerden. Oft verschwinden die Viren wieder ganz von selbst – in manchen Fällen wird die Infektion jedoch still und heimlich „chronisch“, die Viren bleiben dauerhaft im Körper. Wenn das so ist, können Hochrisiko-HP-Viren im Laufe vieler Jahre Krebsvorstufen an den inneren Genitalien (va. Gebärmutterhals) verursachen – die wiederum können dann irgendwann zu Krebs werden.

Wie steckt man sich an?

  • Beim Sex (vaginal, oral, anal)
  • Achtung! Auch gegenseitiges Berühren im Intimbereich kann für eine Infektion mit HP-Viren schon ausreichen.

Früherkennung & Behandlung

Wenn man sich mit Hochrisiko-HP-Viren angesteckt hat, merkt man das nicht. Leider lässt sich dann aber nicht mehr viel machen, da es keine gezielte Behandlung einer Infektion gibt. Man kann nur versuchen, eventuelle Veränderungen am Gebärmutterhals möglichst früh zu erkennen. Darum sollten alle Mädchen ab dem 18. Lebensjahr unbedingt einmal pro Jahr zur Frauenärztin/ zum Frauenarzt (GynäkologIn) gehen, um eine Vorsorgeuntersuchung machen zu lassen. Die Ärztin/der Arzt macht dann einen so genannten „Krebsabstrich“ (Fachausdruck PAP-Abstrich), d.h. sie/er entnimmt mit einer kleinen Spatel ein paar Zellen vom Gebärmutterhals (das tut absolut nicht weh), um diese zu untersuchen. So kann man Veränderungen früh erkennen und möglichst rechtzeitig entfernen, bevor sie zu Krebs werden. Dafür ist eine kleine Operation (Fachausdruck: Konisation) nötig. Zusätzlich kann man auch HP-Viren direkt in einem Abstrich nachweisen.

Gesundheitliche Folgen

Werden die Krebsvorstufen nicht rechtzeitig entfernt, entwickeln sie sich mit der Zeit zu Gebärmutterhalskrebs weiter.

Der Schutz:

Kondom (schützt nur zum Teil!)

Intimer Hautkontakt reicht für eine Übertragung aus. Ein Kondom reduziert daher das Risiko, schützt aber nicht verlässlich vor HPV-Infektionen.

Impfung gegen HPV

Eine Impfung gegen HPV verhindert eine Ansteckung mit den Hochrisiko-HP-Viren der Stämme 16 und 18. 75% aller Gebärmutterhalskrebsfälle werden durch diese beiden Stämme verursacht und können durch die Impfung verhindert werden (mehr Infos >>)

Der jährliche Krebsabstrich

bei der Frauenärztin/dem Frauenarzt kann Krebsvorstufen früh erkennen. Auch nach einer HPV-Impfung ist er weiterhin wichtig! (mehr Infos >>)